Nestlé scheisst auf unseren Planeten!

Am 20.6. fand unter dem Motto «Regenerative Landwirtschaft: Schlüssel gegen die Klimaerwärmung?» ein Anlass von SCNat statt. Unter anderem kam hierbei der „Head of Corporate and Agricultural Affairs“ von Nestlé Schweiz zu Wort. Er wurde eingeladen, um „die internationale Dimension“ des Themas darzulegen.

Interessensvertreter:innen der Grossindustrie haben zu solchen Diskussionen nichts beizutragen. Nicht nur, aber auch in der Klimafrage stehen die Interessen von Kapitalist:innen gegenüber unseren Interessen als arbeitende Bevölkerung in einem kompletten Widerspruch. Wir möchten gerne, dass auch unsere Kinder und Enkel ein schönes Leben haben können, während Riesenkonzerne wie Nestlé ihre Profite stets auf Kosten der Umwelt steigern.

Deshalb wurden die Besucher:innen der Veranstaltung mit einem Transparent und einem kritischen Flyer empfangen. Den Flyertext gibt’s hier zum Nachlesen:

Heute findet unter dem Motto «Regenerative Landwirtschaft: Schlüssel gegen die Klimaerwärmung?» ein Anlass von SCNat statt. Unter anderem kommt hierbei der Head of Corporate and Agricultural Affairs von Nestlé Schweiz zu Wort. Weshalb wir das lächerlich finden:
Wasser sollte ein Grundrecht sein. Jede:r sollte Zugang zu Wasser haben. Das sieht Nestlé anders, denn gemäss Verwaltungspräsident Peter Brabeck-Letmathe sei Wasser kein Grundrecht und habe einen Marktwert. Das sind leider nicht nur leere Worte. Weltweit wird Grund- und Quellwasser von Nestlé abgepumpt, in Flaschen abgefüllt und mit einem enormen Gewinn verkauft. Der Schweizer Konzern ist Marktführer, wenn es darum geht, aus Wasser Gewinn zu erzeugen. Mit verheerenden Folgen für die Einheimischen, denen Nestle das Wasser stiehlt: Brunnen trocknen aus, Wasser fehlt in der Landwirtschaft und hinzu kommt die Umweltbelastung durch Produktion und Entsorgung von Plastikflaschen. Nestlé treibt die Privatisierung von Trinkwasser an, und strebt eine Monopolposition an. Nestlé behauptet, dass durch diese Taktik jeder Mensch Zugang zu Wasser erhält. Doch das ist nur ein Vorwand, damit sie weiter ungestört das Wasser, das wir zum Überleben brauchen, für ihren Profit abfüllen können und es uns dann teurer zurückverkaufen können.
Selbst jetzt, wo unser Planet jedes Jahr wärmer und trockener wird, masst es sich Nestlé an, weiter Wasser zu privatisieren. Während die Bevölkerung von Kalifornien immer wieder Wasser rationieren musste, um die wiederkehrenden Dürren zu bewältigen, durfte Nestlé weiter munter Wasser in Plastikfläschli abfüllen. Das ist typisch: Kapitalistische Grossunternehmen wie Nestlé verursachen den Klimawandel, die Konsequenzen ausbaden müssen aber wir Privatpersonen.
Nestlé fährt diese Strategie bewusst, weil ihnen das Wasser den meisten Profit einbringt. Innerhalb unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems stehen alle Konzerne vor der Wahl: Profit scheffeln oder untergehen. Sie werden sich jedes Mal für den Profit und gegen den Planeten entscheiden.